Marketingstrategietest #1 – der Newsletter

dany Marketing 6 Comments

Weil es gerade aktuell ist, kommt nun zur Abwechslung ein anderes Thema. „Ich schreib dann mal ein Buch“ muss diese Woche pausieren. Stattdessen geht es heute um Marketing. Dafür mache sogar gleich mal eine neue Rubrik auf. Denn das Thema ist unendlich. Leider. Und für mich persönlich das Schwierigste überhaupt.

Warum? Ich kann mich miserabel verkaufen. Wobei mir schon das Wort „verkaufen“ bitter aufstößt. Doch als Self-Publisher muss man da irgendwie durch, wenn man Leser erreichen möchte. Mein Problem liegt generell darin, dass ich niemandem auf die Nerven gehen und natürlich nur diejenigen auf dem Laufenden halten will, die sich tatsächlich für das interessieren, was ich schreibe. Aber wie soll das funktionieren, wenn man noch keine Stammleserschaft besitzt?

Facebook? Twitter? …

Obwohl ich so Dinge wie eine Facebook-Fanseite, einen Twitter-Account, einen Blog etc. besitze, erreiche ich immer nur einen Bruchteil der Menschen, die ich erreichen möchte. Facebook ist in der Hinsicht das größte Ärgernis überhaupt. Vielleicht ist es nicht jedem bewusst, aber wenn man auf Facebook längere Zeit nicht auf Beiträge eines Freundes oder einer Seite mit „Likes“ oder Kommentaren reagiert hat, verschwinden dessen Einträge irgendwann von der eigenen Startseite. Nur weil man lange nichts mehr von XY gelesen hat, heißt das daher nicht, dass er nichts mehr schreibt.

Die Mailingliste von Michael Meisheit als Vorbild

Die Tage entdeckte ich dann per Zufall – nicht über Facebook – einen Blogbeitrag des Autors Michael Meisheit. Er erwähnte den großen Vorteil seiner persönlichen Mailingliste, das gezielte Anschreiben von Menschen, die es wirklich interessiert, was er so treibt. Leser, die er über neue Veröffentlichungen informiert und an Gewinnspielen teilhaben lässt. Für den Beitrag sag ich an dieser Stelle mal: vielen herzlichen Dank! Ein sehr empfehlenswerter Blog mit nützlichem Insiderwissen.

Also habe ich das doch gleich mal ausprobiert. Kleiner Hinweis allerdings: Michael Meisheit schreibt von einer „Mailingliste“, die etwas anderes sei, als ein Newsletter, mit der Begründung, die Liste wäre wirklich nur für jene, die sich lediglich für seine Veröffentlichungen, nicht aber für seinen Blog interessieren. (Hoffe, ich habe das richtig verstanden.) Auf den ersten Blick mag das sinnvoll erscheinen. Ich gönnte mir dennoch den Spaß und googelte diesen Begriff – natürlich erst, nachdem ich überall auf meiner Website was von Mailingliste geschrieben hatte.

Newsletter vs. Mailingliste

Nein, ich belasse es weiterhin bei dem guten, alten Newsletter. Denn Mailinglisten sind eigentlich eine Sammlung von Mailadressen, bei denen jeder Abonnent Nachrichten an alle anderen auf der Liste schicken kann. Und plötzlich ist man Teil einer E-Mail-Unterhaltung. Garantiert nicht das, was Herr Meisheit meinte. Denn ich bin in seiner Mailingliste eingetragen und bislang erhielt ich nur Nachrichten von ihm. Ich bleibe also lieber beim Begriff Newsletter, um keine Verwirrung zu stiften.

Das richtige Newsletterplugin

Was ich nun gemacht habe: Ich hatte bereits ein Newsletterplugin, das mich aber nur genervt hat. Also habe ich mir den empfohlenen Newsletter-Anbieter Mailchimp mal angesehen. Kostenlos bis 2000 Empfänger und 12.000 Mails pro Monat. Ja, das dürfte vorerst ausreichen. Falls es knapp werden sollte, kann ich mir vermutlich auch das kostenpflichtige Upgrade leisten.

Also gut. Angemeldet, an nem eigenen Newsletter-Layout gebastelt und das ganze in meine Word-Press-Seite eingebunden. Wer ne Word-Press-Seite hinbekommt, wird damit ebenfalls keine Probleme haben. Nur was nützt mir das schöne neue Newsletterplugin, wenn ich keine weiteren Abonnenten finde? Wie bringe ich meine Facebook-Fans dazu, sich einzutragen?

Gewinnspiele für Abonnenten

Ich überlegte mir dazu nun Folgendes: Sobald ich 50 Abonnenten gesammelt habe, verlose ich unter diesen eines meiner Bücher. Unter den nächsten 50 verlose ich wieder ein Buch. Und so weiter. Ob es was bringt? Da habe ich nämlich abermals den Knackpunkt: Sehen meine Facebook-Fans überhaupt, dass ich da was zu einem Newsletter gepostet habe? Es als Veranstaltung einzustellen, traute ich mich nicht. Nachher gilt das als Wettbewerb und zu dem Thema haben die tausende Vorschriften.

Nur so als kleiner Hinweis an jene Autoren, die immer mal wieder Gewinnspiele auf ihrer FB-Seite veranstalten. Könnte nach hinten losgehen. Also besser genau die Vorgaben lesen. Im schlimmsten Fall ist dann nämlich die komplette Seite gelöscht. Bei mehreren hundert Fans besonders ärgerlich.

Noch so ein Vorteil vom eigenen Newsletter. Es läuft ja über die eigene Website. Ich kann also machen, was ich will. Wettbewerbe ausschreiben, Buchverlosungen starten und was mir noch so alles einfällt – im gesetzlichen Rahmen.

Ich habe die Buchverlosung für Newsletterabonnenten übrigens auch getwittert. Vermutlich völlig für die Katz. Aber schaden kann es nicht.

In eigener Sache

Mein vorerst letzter Schritt, um meinen Newsletter bekannter zu machen, ist dieser Blogbeitrag. Sorry. Ja, der Artikel ist auch irgendwie Eigenwerbung. Ich würde mich zweifellos riesig freuen, wenn ihr euch in den Newsletter eintragt (findet ihr im Footer), vorausgesetzt natürlich, es interessiert euch.

Ob das alles etwas bringt? Vielleicht werde ich die Tage zusätzlich ein paar begeisterte Leser persönlich anschreiben – da gab es noch so ne Handvoll auf lovelybooks. Ansonsten ist es eher ein Langzeitprojekt, von dem ich hoffe, dass sich die Schar der Abonnenten langsam steigert. Bei Michael Meisheit scheint es jedenfalls zu funktionieren. Ich bin gespannt, ob ich das von meinem Newsletter auch irgendwann behaupten kann.

Diesen Artikel werde ich updaten, sobald ich etwas hinzuzufügen habe, oder wenn sich tatsächlich eine Wirkung einstellt.

Update vom 04.06.2014: Ja, es nützt etwas, begeisterte Leser persönlich anzuschreiben. Kennt man diejenigen – über Lovelybooks zum Beispiel –, sodass man sie direkt anschreiben kann, kann ich das nur empfehlen. Mir hat es jedenfalls eine ganze Reihe neuer Abonnenten eingebracht. Die Arbeit lohnt sich also.

Vielen Dank fürs Lesen!

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Kommentare 6

  1. Hallo Daniela,
    ein interessanter Artikel – vielen Dank dafür! Ich wünsche dir viel Erfolg beim Aufbau deiner Liste. Auch ich kann bestätigen, dass du dabei wahrscheinlich seeeehr langfristig denken musst. Allerdings habe ich (ich nutze auch mailchimp) bisher noch kein give-away für neue Abonnenten. Bei neuen Buchprojekten werde ich es mal damit probieren.

  2. Hallo Daniela, da bin ich ja mal gespannt, wie schnell du die 50 zusammenkriegst. Bei mir läuft der Newsletter mehr als schleppend, obwohl es exklusive (nirgendwo sonst erhältliche) Leseproben gibt und die Newsletterempfänger immer (!) die allerersten sind, die etwas Neues erfahren (Cover, Veröffentlichungsdaten, neue Projekte, …). Na ja, vielleicht kommt das noch. Viel Erfolg beim Aufbau der Liste! :)

  3. Hallo Danny,
    ich habe dein Artikel gerne gelesen. Vor etwa zwei Wochen hatte ich auch die Seite von Herr Meisheit entdeckt. Nach der Anmeldung auf Mailchimp, habe ich meine erste Mail geschickt (an Verwandte und Freunde). Positiv fand ich daran die Optik und die Layoutoptionen aber ich bin zum gleichen Entschluss gekommen wie du: ein Newsletter ist doch besser. Jetzt arbeite ich natürlich auch daran, Abonnenten zu finden. Mal schauen, ob etwas daraus wird.
    Die Idee mit der Buchverlosung finde ich gut. Ich trage mich gleich in deiner Liste ein, da ich gespannt bin, wie dein Projekt weiter läuft.
    Mit freundlichen Grüßen, Claudia.

  4. „Vielleicht ist es nicht jedem bewusst, aber wenn man auf Facebook längere Zeit nicht auf Beiträge eines Freundes oder einer Seite mit „Likes“ oder Kommentaren reagiert hat, verschwinden dessen Einträge irgendwann von der eigenen Startseite. Nur weil man lange nichts mehr von XY gelesen hat, heißt das daher nicht, dass er nichts mehr schreibt.“

    Zu beinahe genau dem Thema habe ich vor längerem mal eine satirische Glosse geschrieben. Dachte damals zuerst, es wäre ein Bug….

  5. Ein toller Artikel, danke schön! Ich glaub, bei dem Sammeln von Adressen für einen Newsletter muss man echt langfristig denken. Ich hab ihn aber gleich mal abonniert. Ich bin nur unsicher, ob es sinnvoll ist, dass jeder, der einen Kommentar hinterlassen will, seine email angeben muss. Hier hat es mich nicht gestört, weil ich gerne was von dir erfahren will. Nur jemand, der nur kurz hallo sagen will, der lässt sich davon vielleicht abschrecken.
    Ich bin aber auf jeden Fall gespannt auf deinen ersten Newsletter! Gruß, Liane!

    1. Post
      Author

      Hallo Liane,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Freut mich natürlich sehr, dass du dich gleich für meinen Newsletter eingetragen hast. :-)
      Dass man seine Mail-Adresse angeben muss, kenne ich auch von den meisten anderen Blogs. Ich könnte es wohl theoretisch abstellen. Allerdings finde ich es ganz sinnvoll, eine E-Mail Adresse des Kommentators zu haben, damit ich denjenigen kontaktieren kann, falls der Kommentar einer privaten Antwort bedarf. Vielleicht erhält derjenige auch eine Nachricht, wenn auf seinen Kommentar geantwortet wurde …?
      Wem das mit der Angabe nicht gefällt (weil er Angst hat, ich würde die Adresse für irgendetwas anderes nutzen als für eine eventuelle Antwort – was ich natürlich NICHT mache und NIEMALS tun werde!), der kann ja eine Fake-Adresse angeben oder eine alternative Adresse für nicht vertrauenswürdigen oder nervigen Datenmüll. So eine alternative Adresse kann ich übrigens durchaus empfehlen. Bei privaten Blogs nutze ich allerdings immer meine normale E-Mail Adresse. Bislang hat es nicht geschadet.
      Lieben Gruß, Dany

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