# 2 – Mein Beginn als Autorin

dany Kram Hinterlasse einen Kommentar

Heute widme ich mich nun der zweiten Artikelidee, die Xinxii auf seinem Blog vorstellte:

»Schreibe einen Beitrag über ›Deinen Beginn als Autor‹: Wann hast Du angefangen zu schreiben? Was war der Auslöser? Was war Dein allererstes Werk?«

Tja, nun – mein Beginn als Autorin liegt etwas länger zurück. Wenn ich wirklich ganz an den Anfang gehe, wo ich angefangen habe zu schreiben und nicht die erste Veröffentlichung, dann wäre das wohl irgendwann im Alter von zehn bis dreizehn Jahren – genau beziffern kann ich es leider nicht. War ich noch auf der Grundschule, als ich zum ersten Mal Schriftstellerin werden wollte? Möglich.

Es muss irgendwann zwischen dem wunderbaren Tag gewesen sein, als ich lernte, wie man allein mit seiner Willenskraft knapp über dem Boden schweben kann und der grausamen Erkenntnis, dass ich mir das vermutlich nur eingebildet hatte. Schade. Ich hätte Zauberer werden können.

Der Auslöser für mein Bedürfnis zu schreiben liegt wohl in meiner Phantasie begründet, die ich nach wie vor mit Ph schreibe, weil ich es partout nicht mit dem Getränk in Verbindung bringen will. Und wer weiß, was da bei zukünftigen Rechtschreibreformen noch so kommt – Füsig, Filosofie, Fosfor – ich will gar nicht daran denken.

Aber zurück zur Phantasie – die blühte bereits in Kindheitstagen etwas reichlicher als bei anderen, denke ich. Dementsprechend war es mir möglich, sie unbeschadet durch die Schulzeit zu bringen. Auch wenn ich mir für eine meiner Kurzgeschichten im Deutschunterricht mal anhören musste, dass sich meiner Lehrerin die Nackenhaare sträubten und die Zehennägel kräuselten. Blutige Horrorgeschichten waren wohl nicht so ihr Fall. Und in meinen Alpträumen verfolgen mich noch heute ihre gekräuselten Zehennägel. Also schnell weiter:

Im Gegensatz zu vielen anderen Autoren, die ihre Liebe zum Schreiben über das Lesen gefunden haben, war ich nie eine besonders große Leseratte. Gelegentlich hatte ich so Phasen (in Zukunft vielleicht Fasen?! Sähe doch Scheiße aus, oder?), wo ich mal mehr gelesen habe, aber die hielten sich in Grenzen. Meine Inspiration waren eher Filme. Ich wollte mich nie damit abfinden, dass die Geschichte am Ende des Films schon vorbei war. Also ersann ich mir eine weiterführende Geschichte. Ich schrieb also (gedanklich) den vierten Teil von Indiana Jones (ohne Außerirdische), den zweiten Teil von Stargate (nicht als Serie), Episode VII von Star Wars (bin schon sehr gespannt, wie sie meine Ideen umgesetzt haben) und einige zweite Teile von Disneyfilmen wie Arielle die Meerjungfrau (die Umsetzungen sind leider alle viel zu kindisch geworden).

Mit dem Schreiben von Fan-Fiction hab ich trotzdem nie angefangen. Bereits als Kind hatte ich wohl das Urheberrecht verinnerlicht und empfand es daher als Papierverschwendung.

Also schrieb ich eigene Ideen auf. Mein Wortschatz war zwar noch nicht so ausgeprägt und Computer mit Thesaurus waren noch Mangelware, aber ich versuchte es trotzdem. Mit etwa dreizehn Jahren begann ich, mein erstes Buch zu schreiben, das niemals vollendet wurde. Die Datei, auf der ich alles abgespeichert hatte, ging irgendwann zwischen 3,5˝-Disketten und dateifressenden Wolken verloren. Kein großer Verlust. Denn die Idee hab ich noch im Kopf und der Rest wäre eh für die Tonne.

Jedenfalls war es Science-Fiction, spielte auf einem Wüstenplaneten – nein, nicht Dune (aber ich glaube, ich hatte den Film vorher gesehen – zumindest kamen auch in meiner Geschichte Sandwürmer vor – wenn auch nicht so große). Aber ja, das Genre hab ich mir erhalten. In der Geschichte ging es um Liebe, Mord, Totschlag, Freundschaft und natürlich Wasser – gewürzt mit einer gehörigen Portion Teeniedepression und dem daraus resultierenden Shitty End. Also alles, was eine Geschichte so braucht, inklusive neuer Wörter. Den Plot behalte ich mal für mich. Wer weiß, wann man es (zumindest in Teilen) noch verwenden kann.

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