Was meine Texte ausmacht
»Humorvolle Science-Fiction mit Nachdenkhintergrund« trifft es eigentlich ganz gut, auch wenn das letzte Wort kein richtiges Wort ist – zudem auch nicht unbedingt auf jeden Erguss von mir zutrifft – und der Humorgehalt meiner Geschichten stark variiert. Aber grob umrissen ist das wohl in etwa das, was ich schreibe. Du willst es genauer wissen? Bitte sehr …

„Weltraumselfie“ © Daniela Rohr
Science-Fiction
ist mein Genre. Doch Scifi hat natürlich zahlreiche Facetten. In meinen Erzählungen konzentriere ich mich vorwiegend auf soziale und kulturelle Aspekte. Wie könnte die Interaktion zwischen außerirdischen Spezies aussehen? Wie würde ein Leben in einer vernetzten Galaxie funktionieren? Welche Vorurteile, Verständigungsprobleme und Eigenarten könnten zu Konflikten führen? Wie entwickelt sich die Menschheit? Und so weiter …
Doch auch der wissenschaftliche Aspekt spielt natürlich eine Rolle. Schließlich basiert die derzeitige Entwicklung der Menschheit vor allem auf technischen Errungenschaften. Dennoch versuche ich meine Geschichten stets so zu erzählen, dass sie auch von Lesern verstanden werden, die sich überhaupt nicht für Wissenschaft und Technik interessieren. Ist auch sinnvoll, da ich selbst kein Geek in dem Bereich bin, sondern nur ein gesteigertes Interesse vorzuweisen habe.
Schwarzer Humor
ist zwar nicht die einzige Form von Humor, die ich verwende, aber eine meiner persönlichen Favoriten. Dementsprechend denke ich mir immer wieder gern fiese Sachen für die Figuren meiner Geschichten aus. Aber die haben es auch meistens verdient.

»Gruselmädchen« © Daniela Rohr
Antihelden
Meine Protagonisten sind zwar nicht immer direkt böse, aber strahlende Helden sind sie eigentlich nie. Zwischen Schwarz und Weiß gibt es immerhin viele Grautöne. Denn auch ein Massenmörder hat so seine Gründe.
Easter Eggs
Wer sie findet, darf sich darüber freuen. Aber viele davon sind wirklich sehr gut versteckt. Ob Anagramme, die schon so manchen Namen geformt haben, Zahlen mit versteckten Bedeutungen oder wiederkehrende Elemente, die mal mehr und mal weniger offensichtlich sind. Wer Spaß daran hat, kann ja mal meine Texte darauf abklappern. Die meisten Easter Eggs, die ich versteckt habe, sind mir aber inzwischen selbst entfallen, also …

„Überwachungsblume“ © Daniela Rohr
Komplexe Plots
sind meine Spezialität. Ich liebe es kompliziert und ich plane meine Geschichten sehr genau. Dementsprechend erfordern meine Texte eine gewisse Aufmerksamkeit beim Lesen. Denn sonst übersieht man leicht die kleinen versteckten Hinweise.
Multiversum
Seit „Kaffeesucht, Sex und ein Ticket ins All“ sind alle meine Geschichten miteinander verbunden durch ein großes Multiversum, wo sich theoretisch alle untereinander besuchen können. Und gelegentlich tun sie das auch. ;-)
Nachdenkhintergrund
ist ein weiterer Aspekt von einigen meiner Geschichten. Nein, nicht von allen. Ich schreibe auch gern mal pure Unterhaltung. Doch wenn ich etwas einbaue, das den Leser unter Umständen dazu bringen könnte, ein paar Minuten seiner wertvollen Zeit mit dem Nachdenken über eine aufgeworfene Frage zu verbringen, dann bin ich schon glücklich. Den erhobenen Zeigefinger lasse ich aber lieber im Tiefkühlfach – schreibt sich auch ganz gut mit neun Fingern. Und wo wir schon beim Thema sind …
Wortspielakrobatin
wurde ich mal in einer Rezension genannt, was sich wohl aus meinem Faible für Worterfindungen ableitet. Denn der deutsche Wortschatz hat an manchen Stellen eindeutig zu wenig Wörter. Andere Autoren dürfen sich natürlich gern bedienen, wenn ihnen was gefällt. Vielleicht schafft es nach meinem Ableben ja eines der Wörter mal in den Duden. Man darf ja wohl noch träumen.
Dialekte und Akzente
verwende ich ebenfalls gern. Vor allem für extraterrestrische Lebensformen. Dass ich selbst einen Dialekt pflege, den ich grob zusammengefasst mal »Rhoihessisch« nenne und eine Mischform aus »Alser Blatt«, »Meenzerisch« und anderen rheinhessischen Dialekten darstellt, ist wohl auch ein Grund für meine Vorliebe geschriebener Sprachprobleme.
Sarkastisch-zynische Ironie
passt übrigens ganz hervorragend zu fiesen Antihelden und schwarzem Humor und ist ein bisschen mein Salz in der Suppe.
Anthologien
Ich habe auch – wie die meisten Autoren – einen Beitrag zu der ein oder anderen Anthologie geleistet.
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