# 1 – Danys »typischer« Tag

dany Kram Hinterlasse einen Kommentar

Auf dem Blog von Xinxii entdeckte ich gestern das hier: 28 Artikelideen für deinen Autorenblog. Eigentlich hab ich nur mal drübergeschaut, um mir vielleicht eine Anregung zu holen. Aber als ich es so durchlas und mir bewusst wurde, dass ich vieles davon bislang aus Prinzip unterlassen habe (Essen fotografieren, meinen Arbeitstag beschreiben, ein Foto von dem traumhaften Blick aus meinem Fenster etc.), weil es meiner Ansicht nach eigentlich völlig uninteressant ist, kam mir eine Idee:

Ich mache das jetzt einfach alles ein einziges Mal durch. Und dann schauen wir mal, ob das tatsächlich irgendwen interessiert. Also: Challenge acceptet!

Wer wissen möchte, was demnächst alles so an spannenden Infos auf ihn zukommt, der klicke auf obigen Link. Das werde ich jetzt der Reihe nach alles abarbeiten. Und heute beginnen wir mit …

Nr. 1: Beschreibe, wie ein »typischer« Tag von Dir aussieht.

Da ich keine uhrzeitlichen Verpflichtungen habe und eher eine Nachteule bin, verzichte ich auf das Stellen eines Weckers und stehe auf, sobald meine innere Uhr mich weckt. Das ist dann meist zwischen neun und zwölf Uhr – je nachdem, wie spät es in der Nacht zuvor wurde. Nach einer ausgiebigen Dusche, die inzwischen dank eines neuen Durchlauferhitzers die Temperatur hält, mache ich mir einen (bitte nicht erschrecken) Pulvercappuccino vom Aldi und setze mich damit an meinen Laptop (ein neues MacBook Pro mit Retinadisplay … *schmacht*). Während ich meinen Pulvercappuccino, den ich noch mit etwas Milch aufgepeppt habe, genüsslich schlürfe, prüfe ich meine E-Mails und meine To-Do-Liste für den Tag. Meistens habe ich bereits am Abend zuvor schon nachgeschaut, was alles ansteht, aber abgesehen von wichtigen Terminen, für die ich sonst den Wecker hätte stellen müssen, ist mir bis dahin der Rest schon wieder entfallen.

Nun stehe ich vor der schwierigen Aufgabe, die Punkte auf der Liste nach Dringlichkeit, Lust und Laune abzuarbeiten. Um meinen Cappu in Ruhe trinken zu können, entscheide ich mich daher als Erstes für eine Aufgabe, die ich am Laptop erledigen kann. Schreiben oder überarbeiten von Texten zum Beispiel. Der Gehirnschmalz wird aktiviert und so lange betrieben, bis sich ein erstes Magengrummeln einstellt. Meist so gegen zwei oder drei Uhr. Dann gibt es einen leckeren selbstgemachten Smoothie als Energieschub.

Voller Power und Tatendrang starte ich nun mein Tor in eine fremde Dimension, das ich in meiner Holztruhe neben dem Bett versteckt habe, und schlüpfe schnell hindurch. Von der kurzen Reise, die genau wie in dem Film »Stargate« aussieht, wird mir jedes Mal ein bisschen schummrig, aber das nehme ich gerne in Kauf. Auf der anderen Seite wartet dann schon mein kleines Raumschiff, mit dem ich mich durch die Weiten eines fremden Universums bewegen und hier und da ein paar Ideen für mein nächstes Buch sammeln kann. In einem dieser Universen habe ich auch Kiki Blu kennengelernt, die mir freundlicherweise ihre Tagebücher für meine nächste Veröffentlichung überlassen möchte. Mit meiner Tarnvorrichtung, die mir erlaubt, auch unbemerkt das Geschehen zu beobachten, streife ich dann noch eine Weile durch das Universum, bis ich langsam wieder hungrig werde. Dann ist es Zeit, nach Hause zurückzukehren, denn der Fraß aus anderen Welten ist echt ungenießbar.

Da meine drei Mitbewohner zu dieser Zeit meistens arbeiten, fällt meine Abwesenheit ohnehin niemandem auf und ich kann mich weiterhin getrost als kreative Science-Fiction-Autorin ausgeben, auch wenn ich eigentlich nur das Gesehene zusammenfasse – wenn überhaupt. Gegen sechs oder sieben Uhr koche ich mir dann etwas zu Essen – wahlweise wird auch mal was Fertiges vom Thai oder Pizzamann oder Dönermann geholt und dann setze ich mich zufrieden und geschafft mit meinem Essen wieder vor den Laptop, wo ich meinen stressigen ersten Abschnitt des Tages mit einer unterhaltsamen Serie wie »Southpark« oder »The Walking Dead« verdränge, und mich immer wieder frage, warum ich mir diesen widerlichen Kram beim Essen ansehe. Diät? Funktioniert nur irgendwie nicht.

Blackhole_WohnzimmerNach dieser Stärkung geht es dann irgendwann weiter. An manchen Tage schlüpfe ich dann noch mal durchs Portal – lasse dann aber meist meinen Laptop irgendwas abspielen, damit es so wirkt, als sitze ich in meinem Zimmer – schließlich sind meine Mitbewohner dann bereits im Hause. Wenn ich jedoch merke, dass diese schon wieder einen geselligen Abend verbringen wollen, schließe ich mich dem an und wir spielen eine runde Zombieapokalypse, bei der wir uns in der Wohnung verbarrikadieren, bewaffnen und Hölzchen ziehen, wer von uns als Erstes gegessen wird. Meistens trifft es den, der am kürzesten hier wohnt und dann müssen wir wieder auf Mitbewohnersuche gehen. Da das auf Dauer etwas stressig wird, spielen wir des Öfteren auch mal Canasta und werfen um des Friedens Willen unsere Ergebnisse ins Schwarze Loch im Wohnzimmer, damit es keinen Beweis dafür gibt, wer von uns der beste Canastaspieler ist. Bin sowieso ich. Beweis: siehe Bild.

Während sich eine Hälfte der WG nun in ihre Betten verzieht, muss ich mich um alle meine bis dahin liegengebliebenen Arbeiten kümmern. Meistens bleibt dafür nicht viel Zeit, denn mitten in der Nacht erhalte ich häufig einen Anruf aus der Ferne, der allein um ihn wieder zu Beenden schon eine viertel bis halbe Stunde Zeit benötigt. Falls sich irgendwann dazwischen, davor oder sonst so noch die Gelegenheit ergibt, schaue ich mir auch mal einen Film an. Wenn ich das Gespräch aus der Ferne noch vor 2 Uhr beendet bekomme, entschließe ich mich oftmals zu einem weiteren kurzen Abstecher in das andere Universum, um schnell ein paar Notizen zu machen. Dann nehme ich aber immer meinen MP3-Player mit und höre Musik, weil ich mir das nervige Gequatsche dieser Außerirdischen nicht länger anhören möchte.

Anschließend kehre ich wieder zurück, putze im Bad noch schnell meine Zähne mit dem radioaktiven Glibber, der aus den Rohren tropft, lege mich in mein Bett und schalte das Licht aus. Dann lese ich noch ein bisschen – vorzugsweise Witziges, damit ich vor Begeisterung strahle. Und irgendwann schlummere ich dann ein. Jap, so sieht mein typischer Tag aus. Nicht sehr spannend, ich weiß. Aber hey, ich hab mal wieder einen neuen Blogeintrag geschrieben.

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