Über mich

Was ich so schreibe

»Humorvolle Science-Fiction mit Nachdenkhintergrund« trifft es eigentlich ganz gut, auch wenn das letzte Wort kein richtiges Wort ist – zudem auch nicht unbedingt auf jeden Erguss von mir zutrifft – und der Humorgehalt meiner Geschichten stark variiert. Aber grob umrissen ist das wohl in etwa das, was ich schreibe.

Falls ihr noch kein Mitglied meiner langsam aber stetig wachsenden »DAbimiA«-Gemeinde* seid, dann möchte ich für euch (mal schnell) meine schreiberischen Qualitäten zusammenfassen. Was davon der Wahrheit entspricht, könnt ihr ja in einer meiner Kurzgeschichten nachprüfen.

 

* Akronym für »Die Autorin behalte ich mal im Auge«-Gemeinde – realistische Abgrenzung zum Wort Fan-Gemeinde

nachdenkhintergrund2


Was meine Texte ausmacht

Science-Fiction ist mein Genre. Doch Scifi hat natürlich zahlreiche Facetten. In meinen Erzählungen konzentriere ich mich vorwiegend auf soziale und kulturelle Aspekte. Wie könnte die Interaktion zwischen außerirdischen Spezies aussehen? Wie würde ein Leben in einer vernetzten Galaxie funktionieren? Welche Vorurteile, Verständigungsprobleme und Eigenarten könnten zu Konflikten führen? Wie entwickelt sich die Menschheit? Und so weiter …
Doch auch der wissenschaftliche Aspekt spielt natürlich eine Rolle. Schließlich basiert die derzeitige Entwicklung der Menschheit vor allem auf technischen Errungenschaften. Dennoch versuche ich meine Geschichten stets so zu erzählen, dass sie auch von Lesern verstanden werden, die sich überhaupt nicht für Wissenschaft und Technik interessieren. Ist auch sinnvoll, da ich selbst kein Geek in dem Bereich bin, sondern nur ein gesteigertes Interesse vorzuweisen habe.

Schwarzer Humor ist zwar nicht die einzige humoristische Form, die ich verwende, aber eine meiner persönlichen Favoriten. Dementsprechend denke ich mir immer wieder gern fiese Sachen für die Figuren meiner Geschichten aus. Aber die haben es auch meistens verdient.

Antihelden – meine Protagonisten sind zwar nicht immer direkt böse, aber strahlende Helden sind sie eigentlich nie. Zwischen Schwarz und Weiß gibt es immerhin viele Grautöne. Denn auch ein Massenmörder hat so seine Gründe.

Sarkastisch-zynische Ironie passt übrigens ganz hervorragend dazu und ist ein bisschen mein Salz in der Suppe.

Eastereggs – wer sie findet, darf sich darüber freuen. Aber viele davon sind wirklich sehr gut versteckt. Ob Anagramme, die schon so manchen Namen geformt haben, Zahlen mit versteckten Bedeutungen oder wiederkehrende Elemente, die mal mehr und mal weniger offensichtlich sind. Wer Spaß daran hat, kann ja mal meine neueren Texte darauf abklappern.

Komplexe Plots sind meine Spezialität. Ich liebe es kompliziert und ich plane meine Geschichten sehr genau. Dementsprechend erfordern meine Texte eine gewisse Aufmerksamkeit beim Lesen. Denn sonst übersieht man leicht die kleinen versteckten Hinweise.

Nachdenkhintergrund ist ein weiterer Aspekt von einigen meiner Geschichten. Nein, nicht von allen. Ich schreibe auch gern mal pure Unterhaltung. Doch wenn ich etwas einbaue, das den Leser unter Umständen dazu bringen könnte, ein paar Minuten seiner wertvollen Zeit mit dem Nachdenken über eine aufgeworfene Frage zu verbringen, dann bin ich schon glücklich. Den erhobenen Zeigefinger lasse ich aber lieber im Tiefkühlfach – schreibt sich auch ganz gut mit neun Fingern. Und wo wir schon beim Thema sind …

Wortspielakrobatin wurde ich mal in einer Rezension genannt, was sich wohl aus meinem Faible für Worterfindungen ableitet. Denn der deutsche Wortschatz hat an manchen Stellen eindeutig zu wenig Wörter. Andere Autoren dürfen sich natürlich gern bedienen, wenn ihnen was gefällt. Vielleicht schafft es nach meinem Ableben ja eines der Wörter mal in den Duden. Man darf ja wohl noch träumen.

Dialekte und Akzente verwende ich ebenfalls gern. Vor allem für extraterrestrische Lebensformen. Dass ich selbst einen Dialekt pflege, den ich grob zusammengefasst mal »Rhoihessisch« nenne und eine Mischform aus »Alser Blatt«, »Meenzerisch« und anderen rheinhessischen Dialekten darstellt, ist wohl auch ein Grund für meine Vorliebe geschriebener Sprachprobleme.


Biographische Kurzfassung

Daniela Rohr, seit 1982 schriftlich beglaubigte Erdenbewohnerin, aufgewachsen in einer Kleinstadt namens Alzey, wo man auch gerne lieblichen Wein trinkt.

Ich bin eine dieser Autoren, die schon früh mit dem Schreiben angefangen haben, vor allem, weil ich meine sprühende Phantasie irgendwo unterbringen musste.

Zwölfeinhalb Jahre Schule mit mittelmäßigem Abitur konnten mir die kindliche Tagträumerei zum Glück auch nicht austreiben. Daher bin ich dabei geblieben und habe einfach mal Film studiert, anstatt was Anständiges zu lernen.

Aus den Fehlern meines Filmschaffens seit dem 15. Lebensjahr lernte ich, dass ich nicht zur Regisseurin geboren bin, und konzentrierte mich nach dem Studium auf das Schreiben von Drehbüchern. Zu dem Zweck zog ich 2007 nach Berlin, wo ich bis heute lebe und nur trockenen Wein vor die Nase gesetzt bekomme.

2013 veröffentlichte ich mein erstes Buch »Der Zeit-Zwirbel-Effekt und seine Knöpfchendrücker« als Indie-Autorin. Den Stand meines aktuellen Projektes erfahrt ihr hinter diesem Link.


Warum Self-Publishing? Keinen Verlag gefunden?

Etwas, das häufiger mal gefragt wird – zumindest der erste Teil. Den zweiten Teil verkneifen sich die meisten wohl aus Höflichkeit.

Wer nicht weiß, was Self-Publishing ist: Ich veröffentliche meine Bücher selbst – ohne Verlag im Rücken. Heutzutage kein Problem mehr. Und ich möchte es nicht missen.

Denn ich kümmere mich gern um alles selbst. Es lässt mir völlig freie Hand in allem, was ich tue. Gerade als Drehbuchautorin musste ich viel zu oft Kompromisse eingehen, die mich in meiner Arbeit einschränkten. Daher genieße ich die Freiheit und die zusätzlichen Herausforderungen als Indie-Autorin in vollen Zügen.

Natürlich ist meine Lieblingsbeschäftigung immer noch das Erfinden und Schreiben der Geschichten. Doch auch das ganze Drumherum wie Coverdesign, Textlayout und Marketing hat sich für mich als Bereicherung entpuppt.

Mein noch halbwegs gesunder Perfektionismus ist da natürlich eine große Hilfe. Denn ich stelle an mich selbst den Anspruch, dass meine Bücher den Verlagstiteln in nichts nachstehen. Das fängt beim Beherrschen meines Handwerks an, geht über mein Bestreben nach ständiger Verbesserung, einer ordentlichen Korrektur von Rechtschreibung und Grammatik, bis hin zu einem professionellen Cover und einem ansprechenden Textlayout. Bislang gab es keinerlei Beschwerden – ganz im Gegenteil.

Mein Ziel ist es außerdem, das schlechte Bild, das viele Leser von Indie-Autoren haben, in ein besseres Licht zu rücken. Und deswegen gebe ich mein angesammeltes Wissen und meine Erfahrungen in diesem Bereich auch gerne an meine Kollegen weiter. Daher tummle ich mich in Autorenforen wie der Buchstabeninsel und den eWriters und schreibe hin und wieder mal einen mehr oder weniger hilfreichen Blogartikel.


Ein paar »Fun Facts« über mich
  • Autorenklischee, das den ganzen Tag im stillen Kämmerlein sitzt, und auf Partys eher still in der Ecke hockt und beobachtet – zumindest, bis ich genug Alkohol getrunken habe.
  • Unglaublich mieses Gedächtnis, weswegen ich To-Do-Listen führe und meine Bücher komplett durchplanen muss. Drauflos schreiben ist nicht.
  • Hobbymäßige Trashfilmregisseurin – bestes Beispiel: die too-much-beer-Trilogie
  • E-Zigaretten-Dampferin. Rauchen ist so Neunziger …
  • MacBook-Streichlerin – dieses gebürstete Aluminium ist aber auch einfach so weich und anschmiegsam.
  • Eloquenz und Schlagfertigkeit im gesprochenen Wort: meine Todfeinde. Etwas, worum ich die Figuren in meinen Geschichten beneide – zumindest diejenigen, die ich damit ausstatte.
  • Dunkle, alte Holzmöbel mit Schnörkel – teilweise selbst restauriert – zieren mein Zimmer. Futuristischer Minimalismus ist so gar nicht meins.
  • Ich habe keine blauen Haare. Noch nicht.